+++   21.09.2020 Naturforschertag  +++     
     +++   22.09.2020 1. Schulpflegschaftssitzung  +++     

Tiergestützte Pädagogik

Ab dem Schuljahr 2019/20 wurde unser Förderkonzept um des Bereich der Tiergestützten Pädagogik erweitert.

Hierzu wurden Frau König und ihre Magyar Vizsla Hündin „Bibi“ in einer 9monatigen Weiterbildung zum Therapie-Begleithunde-Team ausgebildet.

Das Lernen mit Tieren ist „eine besondere Form des sozialen Lernens“, deren positiven Wirkeffekte in vielen Studien belegt werden konnten. Neben den physiologischen und psychologischen Wirkungen erzielen insbesondere Hunde im Zusammenleben mit Menschen positive soziale Wirkeffekte.

Bereits die Anwesenheit eines Hundes während des Unterrichts wirkt auf die allgemeine Atmosphäre in der Klasse. Er lockert das Unterrichtsklima auf und trägt zu einer entspannten freundlichen Stimmung bei. Durch den Konsens aller Schüler, die besonderen Bedürfnisse des Hundes insbesondere nach Ruhe und Besonnenheit zu respektieren, wird die Arbeitsruhe innerhalb der Klasse positiv beeinflusst. Als sozialer Katalysator sorgt allein die regelmäßige Gegenwart eines Hundes für ein besseres soziales Miteinander, das auch die generelle Beziehung zwischen Lehrern und Schülern positiv beeinflusst.

Schon ohne konkrete hundegestützte Interaktion wirkt der Hund stressregulierend auf die Anwesenden und leistet damit einen Beitrag zur Förderung der Lernbereitschaft. Wird der Hund zusätzlich aktiv in den Unterricht eingebunden, können emotionalisierte Lernarrangements geschaffen werden, die nachweislich nachhaltiger abrufbare Gedächtnisleistungen nach sich ziehen und die Lernmotivation erhöhen.

Die Übernahme der Versorgungsaufgaben durch einen wechselnden Hundedienst stärkt das Verantwortungsgefühl aber auch das Gefühl der Selbstwirksamkeit der jeweiligen Kinder.

Insbesondere in gelenkten Interaktionen zwischen Hund und einzelnen Kindern kann der Aspekt der Stressregulation verstärkt werden, indem der Hund beispielsweise in die Nähe des betreffenden Kindes gelegt wird, oder ihm im Vorfeld einer stressauslösenden Situation (z.B. eine Klassenarbeit) der Kontakt durch Streicheln ermöglicht wird.

Die hundegestützte Intervention wird umso intensiver, je kleiner die Lerngruppe ist. Sollen also konkrete Förderziele mit Unterstützung des Hundes umgesetzt werden, kann ein Setting innerhalb einer Kleingruppe installiert werden. Hier können sich die Wirkeffekte hinsichtlich der Stressreduktion weiter entfalten und zusätzlich Arrangements passgenau auf die Förderziele zugeschnitten werden.

Zurzeit begleitet Bibi Frau König an zwei Tagen pro Woche in die Klasse JÜL 1.

Das vollständige Schulhundekonzept der Regenbogenschule kann hier bald nachgelesen werden.