+++   12.10.2020 bis 24.10.2020 Herbstferien  +++     
     +++   12.11.2020 Theater kommt in die Schule  +++     
     +++   27.11.2020 Verkehrstraining der SchulanfängerInnen  +++     
     +++   23.12.2020 bis 06.01.2021 Weihnachtsferien  +++     

Kinderpartizipation

Die Erziehung zur Eigenverantwortung und Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Mitverantwortung ist wesentlicher Bestandteil unserer schulischen Arbeit. Wir halten in unserer Schule die Kinderpartizipation für einen geeigneten Weg, eine Kultur des Zusammenlebens zu entwickeln, in der die Kinder gehört werden, sich ernst genommen und wohl fühlen. Wir Lehrkräfte wollen einen Teil unserer Entscheidungskompetenzen mit den Kindern teilen. Kinder können und wollen Verantwortung übernehmen. Das Einbeziehen der Kinder in die Gestaltung von Unterricht und Schulleben fördert die Bereitschaft sich aktiv einzubringen und unterstützt die Bildung einer eigenen Meinung. Wenn Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, mitzugestalten und erleben, dass ihre Anliegen ernst genommen werden, wirkt sich dies positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung aus. Sie lernen und erfahren demokratisches Handeln.

 
Mitbestimmung im Unterricht

Mitbestimmung im Unterricht heißt z. B., dass die Kinder

  • selbst Lösungen für Probleme finden

  • sich in der Vorlesezeit selbst aussuchen, welches Buch sie sich vorlesen lassen

  • ihr eigenes Lernen selbst in die Hand nehmen, wenn sie sich z. B. Aufgaben in der Freiarbeit suchen oder entscheiden, worüber und in welcher Form sie einen Text schreiben wollen

  • selbst entscheiden, welche der Texte aus ihrem Schatz-, Geschichten oder Tagebuch sie gelungen finden

  • sich in Lernberatungsgesprächen mit der Lehrerin selbst Ziele setzen, an denen sie arbeiten wollen

 

Klassensprecherin und Klassensprecher:

In den Klassen 2-4 werden in der 2. Woche des 1. und 2. Halbjahres je ein Junge und ein Mädchen zum Klassensprecher und zur Klassensprecherin gewählt. Jedes Kind der Klasse hat zwei Stimmen. Im 1. Schuljahr und im Ganztag findet die Wahl erst in der 2. Woche nach den Herbstferien statt, da die Kinder sich zunächst einmal kennen lernen sollen.

 

Kinderkonferenz (Kiko):

Die KlassensprecherInnen und GanztagssprecherInnen bilden die Kinderkonferenz. Sie tagt in regelmäßigen Abständen (etwa 4 Wochen) und dauert eine Schulstunde. Das verantwortliche Kiko-Team (Lehrerin und OGS-Mitarbeiter) lädt ein und stellt die Tagesordnung auf. Die KlassensprecherInnen haben in diesem Gremium die Gelegenheit ihre Anliegen und Fragen zur Sprache zu bringen. Dazu gehören sowohl Beschwerden als auch Wünsche und Ideen. Es wird ein Protokoll geschrieben, das in jeder Klasse vorgelesen wird. Das Protokoll wird auch in der Lehrerkonferenz vorgestellt. Eventuell formuliert die Kinderkonferenz Anträge an die Lehrerkonferenz oder Schulkonferenz. In der Kiko werden auch Maßnahmen evaluiert. Die Leitung der Kinderkonferenz übernimmt zunächst das Kiko-Team. Nach entsprechender Anleitung und Erfahrung (Übungen zur Gesprächs-führung und zum Argumentieren) können später auch geeignete Kinder die Gesprächsleitung übernehmen. Das ist das Logo der Kinderkonferenz. Es ist auf den Einladungen und Protokollen zu sehen:

 

Klassenrat

In diesem Gremium das regelmäßig stattfinden soll wird über klasseninterne Angelegenheiten beraten. Es werden auch Anregungen, Vorschläge und Themen für die Kinderkonferenz gesammelt. In der 1. Klassenratsversammlung sollen auch die Aufgaben der Klassensprecher thematisiert werden. In jeder Klasse gibt es einen Briefkasten, in den die Kinder in der Zeit zwischen den Klassenratsversammlungen auch ihre Beratungswünsche, Beschwerden, Anregungen und Fragen einwerfen können.

 

Ein exemplarischer Ablauf des Klassenrats sieht so aus:

 

Aufgabe der Klassensprecher:
  • Klassenrat eröffnen und beenden

  • Klassenrat vorbereiten, indem alles Nötige zurecht gelegt wird

  • Zeitwächter und Regelwächter bestimmen

  • sagen, was gerade Thema ist

  • aus dem Lobebuch vorlesen

  • dran nehmen, wenn es keine Meldekette gibt

  • darauf achten, dass beim Thema geblieben wird

  • darauf achten, dass alle gehört werden

  • darauf achten, dass gute Vereinbarungen getroffen werden

 
Ablauf des Klassenrats:

Klassensprecher legen bereit: Smileykarten, Kästchen mit Glassteinen, Lobebuch, Protokollheft (Protokoll führt die Lehrerin), Protokoll der Kiko

 

  1. Eröffnung durch die Klassensprecher: Der Klassenrat ist eröffnet. Klassensprecher bestimmen

Zeitwächter: ____________________ Regelwächter: _________________________

  1. Vorlesen aus dem Lobebuch

  2. Smileyrunde – Das hat mir gut gefallen (Steinchen auf Smiley, die anderen Kinder gebe mit Daumen hoch an, wenn sie das auch so empfinden), Das war unangenehm für mich

  3. Klassensprecher fragen: Was muss noch geklärt werden? Evt. Themen aus der 1. Runde. Meldekette, das nächste Kind wiederholt zuerst, was sein Vorredner gesagt hat, bringt dann seinen eigenen Beitrag. Am Ende fragen Klassensprecher: Können wir das Thema abhaken? Ist es geklärt?, bei Themen aus der Vorrunde werden die Steinchen auf das andere Feld geschoben.

  4. Klassensprecher nehmen das Protokollheft, um Vereinbarungen der letzten Woche zu prüfen: Hat das geklappt, was beim letzten Mal besprochen wurde?

Sie fragen: Gibt es noch weitere Anliegen, die wir besprechen müssen?

Gesprächsverlauf siehe oben

  1. Klassensprecher lesen Protokoll der Kiko vor.

  2. Gespräch

  3. Abschlussrunde: Wie ist es mir im Klassenrat ergangen? Blitzlicht oder Daumen hoch

  4. Die Klassensprecher beenden: Der Klassenrat ist hiermit beendet.

 

Die Mitsprache der Kinder an der Gestaltung unserer Schule steht im engen Zusammenhang mit den Konzepten „Lernen lernen“ und „Soziales Lernen“. Die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten aus den Bereichen „Methodentraining, Kommunikation und Kooperatives Lernen“ kommen in den verschiedenen Gremien zur Anwendung und werden geübt. Die einzelnen Aspekte des sozialen Lernens werden im Rahmen der gesamten schulischen Arbeit gefördert und bilden die Voraussetzung für eine gelingende Kinderpartizipation.